Hier ein paar allgemeine Themen, die mir sehr am Herzen liegen:

Leider werden in vielen Büchern und von vielen Trainern Dinge propagiert, die nachweislich einfach falsch sind.

 

Als Beispiel möchte ich das Thema Welpenschutz ansprechen. Ein allgemein gültiger Welpenschutz existiert NICHT!

Wenn überhaupt gilt dies für Welpen im eigenen Rudel, also mit verwandtschaftlicher Beziehung zueinander. Schützen Sie also Ihren Welpen vor Übergriffen durch andere Hunde ... ob es nun der tollpatschige Labbi ist, der mit Karacho Ihren Kleinen umrennt, ohne dies böse zu meinen, oder Hunde, die Welpen schlichtweg doof finden und durchaus zupacken würden.

Wie Sie dies im Vorfeld erkennen? Hundesprache lernen ist wichtig!

Unter LITERATUR finden Sie gute Buchtipps.

 

 

Auch Dominanz ist ein häufig diskutiertes Thema. Sie beschreibt eine Beziehung ... jemand ist dominant gegenüber einem Zweiten, daher kann ein Hund nicht per se dominant sein.

In den seltensten Fällen will ein Hund die Weltherrschaft an sich reißen. Doch wenn Herrchen oder Frauchen keine Führungsqualitäten bieten, fühlt sich so manch ein Hund in der Verantwortung diese Führungsposition auszufüllen.

ABER die Mehrzahl der Hunde ist mit dieser Managerposition völlig überfordert! Sie lassen Ihre zehnjährige Tochter ja auch nicht Ihre Firma leiten.

Führungsqualität bedeutet seinen Hund sicher durchs Leben zu führen. Ihn nicht in schlimme Situationen zu bringen oder zu überfordern. Ihm mit Konsequenz, ruhigem Umgang, Liebe und erlernter Hundesprache zu begegnen. Lautes Rumschreien ist für den Hund ein sicheres Zeichen für Unsicherheit und Kontrollverlust seines Menschen.

Also geben Sie Ihrem Vierbeiner konsequent klare Regeln vor!

Wenn er nicht auf den Lieblingssessel von Herrchen darf, dann darf er das auch nicht in Ausnahmefällen! Wie soll er sonst begreifen, dass er es nicht darf. Er lernt nur, dass sein Besitzer unberechenbar ist, denn einmal schimpft er und einmal nicht. Was also als verwirrter Vierbeiner tun?

Hunde sind dankbar für klare, feste Strukturen und nur dann können sie sich sorglos und sicher fühlen.

Noch ein Tipp: Bleiben Sie ruhig und entspannt in allen Lebenslagen – leichter gesagt als getan, oder?!

 

 

 

Und nun mein Lieblingsthema:

Das Märchen vom bösen Kampfhund

 

Nach einigen Beißvorfällen entstand ohne das Hinzuziehen von Experten und Wissenschaftlern eine Liste mit angeblich gemeingefährlichen Rassen sowie entsprechende "Hasspropaganda" durch die Medien. Experten sind sich einig, dass dies absoluter Blödsinn ist. Denn diese gelisteten Rassen vererben per se kein Aggressionspotential – nur weil man sie früher abgerichtet hat und nach dem Motto "kämpfe oder stirb" in einen Gladiatorenring geworfen hat. Eine gute Aufzucht und Sozialisation mit belebter und unbelebter Umwelt, ist entscheidend – wie bei allen anderen Rassen auch.

 

Und ja, leider gibt es solche miesen Typen noch heute – vor kurzem hörte ich aus erster Hand von einem Bullterrier, der in der Klinik landete, weil man ihm mit einem Messer in die Hoden gestochen hatte, um ihn aggressiv zu machen. Der arme Kerl wollte einfach nicht zubeißen ...

 

Lieber erzähle ich von meiner langjährigen Trainerin, die Fachtierärztin für Verhalten ist und ihre Dissertation über Bullterrier geschrieben hat. Sie erwähnte auf einem Seminar, dass sie Familien gerne den Bullterrier als Familienhund empfehlen würde. Aber aufgrund der durch die Medien geschaffenen weitläufigen Meinung über diese Rasse würden die Leute Probleme mit ihrem Umfeld bekommen. Also kann sie diese Empfehlung schwerlich aussprechen.

 

Schade, denn nach dieser schlechten Propaganda berichteten Besitzer von Schimpfattacken, die bei jedem Spaziergang auf sie niederprasselten, und auch Züchter erzählten, dass sich plötzlich nur noch zwielichtige Personen für ihre Familienhunde interessierten.

 

Es kommt nun mal auf das andere Ende der Leine an und wenn jemand einen Staffordshire Bullterrier aggressiv macht, hätte er dies mit Sicherheit auch mit einem Labrador Retriever geschafft.

 

Ich selber bin im Besitz einer Bullterrierhündin, die mir mit ihrem lustigen Wesen jeden Tag versüßt, und kann gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass man in Niedersachsen per Gesetz nicht mehr für ihre Haltung diskriminiert wird.

Es handelt sich doch einfach nur um einen Terrier!!!

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Hundepension & Hundetagesstätte

 

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