Hund und Kind

Erschreckenderweise passieren über 80 % der Beißvorfälle im eigenen Haushalt und meistens sind Kinder die Opfer.

Aber sind denn Hunde per se Kinderhasser?!

NEIN, das sind sie nicht! Aber Hunde sind auch nur Hunde.

Idealerweise hat Ihr Vierbeiner von klein auf Kinder im positiven Kontext kennen gelernt.

Denn Kinder sind für Hunde erst einmal total gruselig! Sie sind laut, machen hektische Bewegungen, packen einfach zu – lassen nicht mehr los und am schlimmsten: Sie starren – was Ihr Hund als Drohfixieren versteht, wenn er es nicht besser gelernt hat. "Dieses kleine Etwas droht mir: OH GOTT", denkt er vielleicht und kann im schlimmsten Fall nicht ausweichen.

 

Kennt Ihr Bello also Kinder und findet sie harmlos, wird es trotzdem kompliziert. Denn Hunde nehmen Kinder frühestens nach der Pubertät für voll. Es ist also Quatsch, dass Ihr Kind in der Rangfolge höher stehen soll!!!

Im Hunderudel ist jeder halbwegs erwachsene Hund verantwortlich für die Welpenerziehung. Zum Problem wird dies, wenn Ihr Hund sich verantwortlich fühlt und Ihr Kind erziehen will. Er diszipliniert vielleicht aus seiner Sicht zu Recht durch Schnappen, was empfindliche Baby- oder Kinderhaut leicht verletzt – von dem Schreck, den Ihr Kind erleidet, mal ganz abgesehen.

Dem Hund muss immer eine Rückzugsmöglichkeit gegeben sein – gut eignet sich eine Art Hundehütte mit zwei Zugängen, in die Ihr Kind nicht so einfach hineinkriechen kann. Näpfe und Hundekörbchen sollten für Kinder ebenfalls tabu sein.

Auch dem sonst liebsten Hund, der nicht vom Besitzer vor Übergriffen durch die Kinder (Am-Schwanz-Ziehen/Vom-Schlafen-Abhalten o.Ä.) geschützt wird, platzt irgendwann einmal der Kragen und er beißt vielleicht sogar richtig zu, wenn er Schmerzen hat. Blöd nur, dass sich auf seiner Augenhöhe das Kindergesicht befindet.

Dies bedeutet, dass man auch die liebsten Kinder niemals mit dem liebsten Hund aus den Augen lässt.

Sie als Elternteil und Besitzer stehen in der Verantwortung, wenn Ihr Kind verletzt wurde. Der Hund hat aus seiner Sicht völlig normal gehandelt, landet dafür aber, wenn er Glück hat, lebenslang im Tierheim und wird nicht gleich eingeschläfert.

 

Ich will hier nicht den Teufel an die Wand malen – ich möchte Sie als Eltern nur sensibilisieren für potentielle Gefahrensituationen. Denn das Aufwachsen mit Hund kann eine wahre Bereicherung sein und muss nicht im Desaster enden, wenn man ein paar Dinge beachtet. Schauen Sie dazu auch unter "Literatur".

 

Tipp: Eine Gruppe von Fachleuten (u.a. Kinderpsychologen) hat ein Programm namens Der blaue Hund entwickelt, mit dem Kinder am PC lernen sich in Situationen mit Gefahrenpotential richtig zu verhalten.

Der blaue Hund
Der Blaue Hund.pdf
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