Hunde aus dem Ausland

Sie haben sich entschieden einen Hund aus dem Tierschutz, speziell aus dem Ausland, bei sich aufzunehmen? Dann bedenken Sie bitte folgende Punkte:

 

Suchen Sie sich eine seriöse Organisation! Wenn man bedenkt, dass man z.B. in Polen auf dem Tiermarkt einen Rassewelpen für 50 € erhält und in Deutschland für einen Auslandsimport 350 € löhnt, kann man sich vorstellen, dass es auch Leute gibt, die nur am Geschäft interessiert sind. Wenn Sie schon eine solch hohe Summe bezahlen für ein völliges Überraschungspaket, dann sorgen Sie dafür, dass das Geld auch wirklich dem Tierschutz zugutekommt. Eine seriöse Tierschutzorganisation gibt die Tiere geimpft, entwurmt, getestet auf Reisekrankheiten und nicht einfach an jede X-beliebige Person ab.

 

Der Hund, den Sie von einer seriösen Organisation übernehmen, ist auf Reisekrankheiten getestet. Leider erleben wir immer wieder, dass die Organisationen behaupten, dass ihr Import aus Osteuropa diese Untersuchung nicht braucht, denn es handle sich um reine Mittelmeerkrankheiten, was falsch ist!

Einige dieser Erkrankungen sind nicht heilbar, führen zum Tod und wenn man die Symptome behandeln will, um seinem Tier Leid zu ersparen, sind die Medikamente leider sehr teuer.

Andere Reiseerkrankungen sind Zoonosen und können auf den Menschen übertragen werden. Die Leishmaniose zum Beispiel wird durch Mücken übertragen, die in Deutschland aufgrund des Klimas noch nicht vorkommen. Dies kann sich aber aufgrund des Klimawandels ändern und ob Sie dann mit einem Hund mit einer solchen Erkrankung zusammenleben möchten, sollten Sie sich vorher überlegen.

 

Viele der importierten Hunde leiden an Verhaltensproblemen. Nicht jeder Hund ist froh über seine "Rettung" und Ihnen deshalb für ewig dankbar.

Es gibt Extremfälle von Hunden, die zum Beispiel vom Welpenalter an im dunklen Kellerloch gehaust haben. Diese Hunde haben im Welpenalter nicht die Möglichkeit gehabt durch zwingend notwendige Umweltreize ihre Gehirnstrukturen "normal" zu entwickeln. Zudem haben sie vielleicht nie eine Wiese, einen Baum etc. kennen gelernt. Für solche Hunde ist es der blanke Horror, wenn sie morgen in den dritten Stock einer Wohnung in der Innenstadt vermittelt werden. Diese Hunde tauen im schlimmsten Fall auch unter medikamenteller Psychotherapie (mit Angstlöser etc.) nie auf, denn ihr Gehirn ist vor lauter Stress total blockiert – der Hund kann dann nicht lernen. Stellen Sie sich vor Sie wären in den USA in einer Sekte aufgewachsen, die noch wie Steinzeitmenschen lebt und würden dann in die New Yorker Innenstadt verpflanzt  – Sie hätten panische Angst vor allem und jedem. Ist das ein schönes Leben?!

 

Wenn Ihr neuer Auslandshund jedoch frisch und fröhlich durch Ihr Wohnzimmer läuft, sollten Sie davon Abstand nehmen ihm völlige Narrenfreiheit zu geben, weil der Arme es doch in der Vergangenheit so schwer gehabt hat. Probleme sind dann vorprogrammiert. Spätestens wenn er sich nach einem halben Jahr sicher ist, dass er wirklich bei Ihnen bleiben darf, sollten Sie feste Regeln etabliert haben!

 

Deutsche Tierheime nehmen ebenfalls Hunde aus Partnertierheimen auf. Dort kann man sich vorab länger mit dem Kandidaten bekannt machen.

 

Ich selbst finde es essentieller Vereine zu unterstützen, die Tierschutz vor Ort betreiben. Wie z.B. Lega Pro Animale in Italien oder das Projekt von Pasquale Piturru im Tierheim Fethiyein der Türkei.

Kontakt

Hundetraining & Hundebetreuung

 

Tierärztin

Simone Drechsler 

Hannoversche Str. 45

29352 Adelheidsdorf

 

Wir befinden uns direkt südlich von Celle an der alten B3.

 

 

Tel. 0163-4852222

 

 

 

 

E-Mail

info@working-with-dogs.de

 

 

 

 

 

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